blablabla im doppelpack

Einer hat immer Unrecht. Die Wahrheit beginnt immer zu zweit.
Friedrich Nietzsche

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bibliothek

Das Gedicht zum Wochenende

passend zum Tag des offenen Denkmals :

 

REALITÄTEN

Schön ist Alt-lnnsbruck, Sterzing, Klausen.
Doch möchtst Du, Fremder, selbst so hausen?
 
Im Baedeker steht viel von Goten -
Doch hygienisch ganz verboten
 
Ist's in den Häusern, schon gerüchig
Die Treppen morsch, die Mauern brüchig.
 
Und fürs Inferno der Aborte
Fänd Dante kaum die rechten Worte.
 
Wie malerisch das alte Nest,
Engbrüstig an den Fels gepreßt!
 
Wie echt, wie alt ist's überall -
uns freut, ästhetisch, der Verfall,
 
Solange er gewillt, zu schonen
Die Häuser, die wir selbst bewohnen.
 
Vor unserer Augen geht zur Stunde
der Rest der alten Welt zugrunde
 
Die freilich lange schon im Kränkeln.
Nicht viel wird bleiben unseren Enkeln.
 
Was schadets wohl? Sie denken schon
In Glas voraus und Stahlbeton!

Eugen Roth

Tine am 8.9.07 15:03




Das Gedicht zum Wochenende

wie schnell

 

der sommer geht

und schon vergeben

und ausgegeben

wie wechselgeld

 

doris runge

 

Tine am 27.7.07 13:13


Das Gedicht zum Wochenende

Sprachstudien

Korf und Palmström nehmen Lektionen,
um das Wetter-Wendische zu lernen.
Täglich pilgern sie zu den modernen
Ollendorffschen Sprachlehrgrammophonen.
Dort nun lassen sie mit vielen andern,
welche gleichfalls steile Charaktere
(gleich als obs ein Ziel für Edle wäre),
sich im Wetter-Wendischen bewandern.
Dies Idiom behebt den Geist der Schwere,
macht sie unstet, launisch und cholerisch ...
Doch die Sache bleibt nur peripherisch.
Und sie werden wieder – Charaktere.


Christian Morgenstern



Tine am 13.7.07 16:36


von gestern

gestern war der tag des buches und des urheberrechts. fast wäre er unbemerkt zu ende gegangen. dann fand ich sie
ich kämpfte mich durch die anleitung und schaffte es, noch vor mitternacht und ablauf des einsendeschlusses für den wettbewerb, ein bild zu setzen.
hahn im korb ;-)

jetzt wollen wir mal schön warten, vielleicht gewinnen wir ja etwas ...
leasa am 24.4.07 22:17


das hält die bibliothek zusammen!

bücher reisen, ziehen aus und finden oft den heimweg nicht mehr. man liest, man freut sich, man teilt die freude und schon ist das buch weg. meist vergisst man, dass da mal ein buch im regal stand. die lücke schliesst sich (jedes büchergestell ist immer zu klein!), und man hat schnell vergessen, wen man temporär beglücken wollte. hier ist abhilfe.


ich such jetzt noch jemanden, der ein regenwochenende vor meinen bücherregalen verbringt und den bestand erfasst....

aber erstmal kaffi!
leasa am 24.2.07 09:03


Das Gedicht zum Wochenende für isabel

Steh nicht weinend an meinem Grab
Ich liege nicht dort in tiefem Schlaf.
Ich bin der Wind über brausender See.
Ich bin der Schimmer auf frischem Schnee.
Ich bin die Sonne in goldener Pracht.
Ich bin der Glanz der Sterne bei Nacht.
Wenn Du in der Stille des Morgens erwachst,
Bin ich der Vögel ziehender Schar,
Die kreisend den Himmel durcheilt.
Steh nicht weinend an meinem Grab, denn ich bin nicht dort.
Ich bin nicht tot. Ich bin nicht fort.

eine der vielen versionen
leasa am 20.1.07 23:56





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