Im Büro Regale aussortiert. Unglaublich welche Dinge es früher gab, die heute keiner mehr benötigt und mit denen keiner mehr umgehen kann, seitdem nur noch am Computer geschrieben und gezeichnet wird.
Tischbesen, um die Pläne abzukehren, Beschriftungsschablonen, Möblierungsschablonen, Kurvenschablonen, Beschriftungsgeräte (Super-High-Tech Geräte zur damaligen Zeit, das kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie modern und praktisch das war...), Löschpapierrollen, Bleistiftspitzmaschinen, Papierrollen für Tischrechenmaschinen, Letrasetfolien, etc.
„Das erzähle ich aber seit 15 Jahren auf Stadtführungen so, das kann ich jetzt nicht einfach anders behaupten.“, „Wenn ich letztes Jahr 1427 gesagt habe, kann ich doch nicht dieses Jahr 1539 sagen.“ – nein, neuste Erkenntnisse der Forschungen brauchen natürlich nicht berücksichtigt werden…
Wenn man Führungen für einen Denkmaltag organisiert, gibt es zwei Möglichkeiten in welcher Reihenfolge man die einzelnen Schritte macht.
Man kann sich zuerst überlegen, was einem zu dem Thema einfällt, dann Führungen konzipieren, die Orte abklappern, die Besitzer befragen, ob sie bereit wären, mitzumachen, mit Hilfe des zusammengestellten Infomaterials dann Informationsmaterial für die Führer erstellen sowie die Programmflyer erstellen, die Proberundgänge so rechtzeitig machen, dass die Führer sich noch vorbereiten können usw.
Man kann aber auch so spät beginnen, dass alles auf einmal passieren muss, jeder recherchiert gleichzeitig das gleiche, die Programme in Druck geben, dann hinterher erst nachfragen, ob die Orte überhaupt geöffnet sind und hinterher erst die Führer organisieren….
Ich brauche nicht erwähnen, welche Möglichkeit gewählt wurde??
Wenn ich den Alltagsfrust abziehe, macht es aber trotzdem Spass, sich in die Stadtgeschichte einzuarbeiten...
orte der einkehr und des gebets - historische sakralbauten
an vielen orten sind kirchen geöffnet, meist auch mit führungen. auch sonstige historische gebäude sind zu besichtigen. in vielen orten gibt es ein buntes programm, mit konzerten, lesungen in kirchen, mit gemeindefesten usw. ziel ist es ja, gebäude zu öffnen, die man das jahr über nicht sehen kann, insofern sind durchaus entdeckungen zu machen.