am 4. dezember stellten wir einen kirschbaumast mit knospen in die blumenvase, gaben wasser dazu und freuten uns auf weihnachten. es war barbaratag und die kirschenblüten brauchen vom barbaratag bis weihnachten bis sie blühen.
kurz vor dem heimgehen fragte ich die kinder noch einmal, wie denn nun der tag heisst an dem man den kirschbaumast in die blumenvase stellt. janis streckte die hand auf und sagte: rhabarberntag
die erwartung steigt, wenn man weiss, dass hinter einer von drei türen ein gewinn wartet, zb. ein auto. hinter den anderen beiden türen hat es aber nur ziegen.
eine kleine anleitung, wie man (fast) sicher zum sieg kommt steht
HIER und ist mal ein besonderer leckerbissen für die wankelmütigen.
Gesehen haben wir viel, selbst eine Zauberhöhle , und den Kindern auch Geschichten über die diversen Burgen erzählt:
Burg Katz und Burg Maus – das klingt doch schon mal schön, erst recht der Graf von Katzenelnbogen. Wenn man schon so heisst.
Die feindlichen Brüder natürlich – zwei nahe stehende Burgen mit einer Zwingmauer dazwischen, eigentlich Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein. Sagen und Geschichten dazu gibt es viel.
Und natürlich die Loreley . Was wäre Deutschland ohne die Loreley, zumindest aus japanischer und chinesischer Sicht?
Mal abgesehen von der Aussicht muss man nicht dort gewesen sein. Wobei es schon schlimmer war.
Und die diversen Auswüchse , nun gut, die kommen und gehen…
Von den Orten haben wir nicht so viel gesehen. Irgendwie tu ich mich dort schwer, bei aller Liebe zum Pittoresken. Aber irgendwie will der Geruch der Siebziger Jahre dort nicht weichen… seltsam altmodisch, hausbacken und was die Hotellerie und Gastronomie anbelangt auch seltsam unangestrengt bis irgendwie gar nicht um den Gast bemüht. Vielleicht auch Einzelfälle, keine Ahnung. Gegessen haben wir gut, aber die Speisekarte war vor 30 Jahren sicher genau die gleiche.
Auf jeden Fall war es eine wunderschöne Sache, das Rheintal, durch das ich jahrelang mit dem Zug gefahren bin, mal aus einer ganz anderen Perspektive zu bewundern.
Rhein rauf, Rhein runter, das ist nicht nur das Motto der – eher gruslig-gruftigen Rheinschifffahrt – auch beim Wandern auf dem Rheinsteig geht es durchaus rauf und runter. „Wandern auf hohem Niveau“ heisst es entlang des Rheinsteigs, also dem Himmel recht nahe. Aber man muss natürlich irgendwie rauf und runter kommen und jedes Seitental will überquert werden. Mangels Hängebrücken (das wär doch noch was… ) also wieder: rauf und runter.
Auf hohem Niveau ist tatsächlich auch der Erlebniswert beim Wandern. Traumhaft natürlich die Aussicht auf das Rheintal, auf Burgen, Burgen und noch mehr Burgen.
Abwechslungsreich auch die Strecken, mal geht es durch Weinberge, durch Wälder
(zum Teil ehemalige Weinberge, man sieht noch die Reste der alten Weinbergmauern), auf Hochplateaus und auch fast alpine Klettersteige dürfen nicht fehlen. Und die Aussichten, immer wieder. Schöne Aussichtspavillons.
Die Wälder und die Weinberge in beginnenden Herbstfarben. Sehr dekorative Weinberge – man fragt sich nur, wird hier vom Hubschrauber aus gelesen???
Natürlich kann man ganz klassisch wandern, so wie wir, man kann aber auch Event-Wandern machen, mit organisierter Mittagspause, Bierbänke, warmes Essen, Wein auf dem Tisch.
Unterwegs Weinprobe, Häppchen. Sah nett aus, aber ganz ehrlich: wandern ist wandern. Einfach nur so. Schlimm genug, dass alle heute mit Skistöcken durch die Gegend klackern…
Vor lauter Wochenendstress (positiver Stress!) kommt man gar nicht mehr zum Bloggen. Dabei gäbe es noch viel zu berichten von den Unternehmungen der letzen Tage.
Dieses verlängerte Wochenende hatten wir zum Burgenwochenende erklärt – nicht geplant, aber es hat sich so ergeben.
Die Burg mit der schönsten Geschichte ist sicher die Burg Weibertreu:
dieses hier in klein für um-den-hals. immer wieder neu erfunden von einer christine näser
und das
andere da in gross zum hin-stellen.
über die beiden, monica guggisberg und philip baldwin kam gestern eine reportage im tv. wunderbar, man möchte sofort glasbläserin werden, sein... ;-)